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7. Tribal
7.2. Raqs Britannia 2008 in Blackpool/GB
Raqs Britannia 2008 in Blackpool/GB
| Raqs Britannia 2008 in Blackpool/GB von Henneth Annun | |
Bericht zu Raqs Britannia 2008 in Blackpool/GB
von Henneth Annun
Nachdem ich nun meinen ersten Flug wohlbehalten überstanden hatte, bezogen mein Mann Hartmut und ich am Donnerstag Nachmittag im Ruskin Hotel Quartier; von dort waren es nur 5 Minuten zu Fuß bis zu den „Winter Gardens“, wo der Event statt fand der diesjährige „Raqs Britannia“ (die alljährlich stattfindende, größte Orienttanz-Veranstaltung Großbritanniens, die in der Rgel im nordenglischen Blackpool abgehalten wird, d. Red.)
(So sehen fast alle Straßen in Blackpool aus, ein kleines Hotel neben dem anderen.)
Am Freitag um 10:30 Uhr hatte ich meinen ersten Workshop in der Spanish Hall bei Samantha Hasthorpe gebucht. Um das ganze Wochenende aus- und eingehen zu können, holte ich am Infodesk zuerst meine Tickets und eine Art „Mitgliedsausweis“ ab, den man sich umhängen mußte. Mit diesem konnte ich mich für die Workshops ausweisen, die ich gebucht hatte, und den riesigen Souk begehen, der sich im Empress Ballroom befand und auf dessen Balkonen – sehr gefählich fürs Portemonaise .
Die Crew für Raqs Britannia war sehr groß, so dass man immer jemanden fand, der einem weiterhelfen konnte wenn man Fragen hatte. Die Betreuung und Organisiation war bis ins Detail durchgeplant und äußerst zuverlässig, was mich sehr beeindruckte. Auch kurzfristige Buchungen waren möglich, so entschied Hartmut sich spontan, an einem Trommelworkshop bei Issam teilzunehmen. ER fand es großartig und Issam war nach Aussagen meines Gatten auch ein super Lehrer.
(Suhaila und ich nach dem Workshop, der verdammt hart war. Aber ich habe überlebt!)
Von 15:10 Uhr – 19:10 Uhr war ich bei Suhaila Salimpur, und war froh, dass ich das überlebt hab. Das war wirklich ein knallharter Workshop, es drehte sich nur und sehr ausführlich um Tanztechnik. Um es kurz zu machen: knallharter Drill! Aber es war großartig! (klingt verrückt, ist aber so *zwinker*)
Danach aßen Hartmut und ich im Restaurant „Bella Italia“ gegenüber der Anlage … das habe ich mir an dem Tag auch wirklich verdient Danach sah ich mir die Abendshow an, wo auch Leyla Jouvana und Roland aus Duisburg auftraten, das war wirklich großartig. Es waren auch noch andere Gastdozenten dort, die ihre Show darboten, es war super.
Samstags war ich dann bei Kami Liddle im Workshop „spiral, curve and bend“, wo wir eine sehr schöne langsame Kurz-Choreo lernten, vorher war natürlich noch einmal die Technik dran, wie man das Ganze zu tanzen hat. Je langsamer man tanzt, desto schwieriger ist es auch, denn kleine Fehler sieht man dann sofort. Mittags traten Hartmut und ich in einem gebuchten open-stage-slot mit unserer Tango Fusion Choreo auf, die sehr gut bei den Leuten ankam, und es hat auch viel Spaß gemacht. Aber etwas Lampenfieber war natürlich auch dabei.
Um 19:30 Uhr begann dann im Opera House die Show der BDSS, aufgeteilt in 2 Akte. Es war durchweg sehr schön und immer wieder etwas Neues dabei, so dass ich überrascht war, wie schnell die Zeit verflog, ich hätte noch locker eine weitere Stunde zusehen können! Die Stars traten zuerst als Intro gemeinsam auf mit herrlichen Bildern, danach wechselte
(Empress Ballroom, hier war die Freitagsshow mit den Gastdozenten und der riesige Souk)
„Cabaret“ und „Fusion Style“ sich ab, wobei es zwischendurch auch immer gemischte Choreos von Cabaret und Fusion gab. Einfach herrlich und sehr inspirierend!
Der Sonntag begann für mich schon früh um 8:30 Uhr im Empress Ballroom mit Kami Liddle, die die Vertretung für Sahron Kihara übernommen hatte. Sharon hatte einen Fahrradunfall und war aus diesem Grunde leider nicht dabei. Kami richtete sich spontan auf die Fragen der Workshopteilnehmer ein, so dass es thematisch recht gemischt war mit Technik und Combis.
Am Mittag hatte ich dann meinen open-stage-slot für’s Solo, eine Improvisation, die ganz gut gelang, denn man kann da glücklicherweise nichts vergessen oder sich vertanzen Ich entschied mich noch spontan, am Sonntag an der BDSS-Auditon teil zu nehmen. Es war eine sehr interessante Erfahrung. Worum es überhaupt ging: Bei der Audition konnte man sich der BDSS-Crew mit all seinem Können präsentieren. Hat ein bißchen was von DSDS, nur deutlich kürzer.
Man wurde bei der Anmeldung gefragt, welchen Style man den präferiere, danach wurden dann alle Teilnehmer in entsprechende Gruppen aufgeteilt. Es gab 4 Cabaret Gruppen und eine Tribalstyle Gruppe. Fast alle (vorzugsweise die Cabaret-Tänzer) kamen in vollem Kostüm, nur in der Tribalgruppe waren alle mit einem Trainingsoutfit da bis auf 2 Ladies. Ich hatte zwar war ein Kostüm, aber das lag im Hotel. Aber es ging ja schließlich auch nicht darum, wer das schönste Kostüm hat, sondern um das Tanzen. Authentizität und Natürlichkeit waren gefragt, keine Imitation der BDSS.
In der ersten Runde bekam man in der Gruppe eine kurze Choreo beigebracht … und mit kurz meine ich wirklich kurz! Innerhalb gefühlter 2 Minuten preschte man da durch, dann wurde 3 Mal wiederholt, und dann tanzten wir den Teil ohne Vorturner vor … Bei den 4 Cabaretgruppen wurde nur jeweils eine ausgewählt, die in die 2. Runde kam, in der Tribalgruppe schafften es drei in die 2. Runde – inklusive mir. In dieser Runde sollte jeder sein Solo vortanzen. Die Stimmung war großartig, alle Teilnehmer durften mit zusehen, und wir beklatschten und bejubelten uns gegenseitig, auch die BDSS Crew war sehr freundlich und genoß es sichtlich, dass man für sie tanzte. Das half, besser mit dem Lampenfieber umgehen zu können.
Nach den Solodarbietungen wurden unsere Kontaktdaten erfasst. So kann es nun sein, dass die BDSS sich in „einigen Wochen, Monaten oder aber auch erst in 2 Jahren melden“ (Zitat Jillina), je nachdem, ob sie Bedarf haben, die Gruppe auszubauen, und natürlich, ob man da auch rein passt. Für mich war in diesem Augenblick einfach wichtig, es getan zu haben, es in die 2. Runde geschafft zu haben und zu wissen, wie mein Stand ist, was ich denn tatsächlich kann. Es ist machmal nicht einfach, sich selbst einzuschätzen, daher ist der Blick von einem Profi doch schon ganz hilfreich. Alles in allem ein sehr gelungener Event und ich hoffe nächstes Jahr mit meiner Freundin und Duettpartnerin Svahara dort hinfahren und teilnehmen zu können.
(Eingansbereich in den Winetr Gardens, im Rücken ist ein kleiner Coffe-Pavillon).
(Renaisannce Baronial Hall, heir hatte ich zwar keinen Workshop, ist aber trotzdem sehenswert).
(Empress Ballroom: auch auf den Balkonen waren Stände für Tänzerinnenbedarf).
(Annun am Sonntag nach open Sage und Audition beim Italiener gegenüber).
(Spanish Hall im ersten OG: hier war der Workshop mit Samantha, Kami und Suhaila).
In der Fußgängerzone Blackpools, dort pfeift der Wind einem kräftig um die Ohren.
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ein super hübsches Kleid in einem Shop an der linken Seite der Winter Gardens…herrliche Abendmoden gibt’s dort!
Henneth Annun gehört dem Duo Swara Armunn an
(www.swara-armunn.de)
Die Bildrechte liegen sämtlich bei Svenja Pein.
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