oriental cosmos LOGO oriental-cosmos v.1.0 / 11.07  
 
impressum ::  
 LINKWEG ::: inhalt / Mode / Berichte


8. Kleider
8.2. was sie uns bedeuten

 

      

 8.2.1 WAS KOSTÜME UNS BEDEUTEN! - von Irina Dassler
8.2.2 AUS ALLER WELT - von Marion Wirth
8.2.3 UNSERE VORFAHREN VOR 3500 JAHREN: ÄGYPTERINNEN

 

 - von Irina Dassler (01.09.2007)  
 

- von Irina Dassler ...

Die Kostüme sind für uns zwar wichtiger Bestandteil, aber nicht das, worüber wir uns identifizieren. Die Kostüme sollen unseren Tanz unterstützen und das, was wir mit dem Tanz rüberbringen wollen, unterstreichen.
Eines unserer Kostüme enthält sehr viele Stoffe mit Leopardenmuster und Erdfarben. Dazu mögen wir auch Schmuck aus natürlichen Materialien, wie z.B. Muscheln, Bernstein oder Holz. Manchmal tragen wir auch Masken dazu. Dieses Kostüm kann das archaische in uns hervorheben, quasi die "Urfrau".
Ein anderes Kostüm enthält dagegen sehr viel Rot. Diese Farbe gibt uns einfach geballte Power auf der Bühne. Ich glaube aber, daß wir uns dafür intuitiv und nicht gezielt entschieden haben - also mehr Bauch- als Kopfentscheidung, wie so oft.
Welche Materialien wir verwenden, steht uns aber offen. Ich weiß nicht, wie es andere Stämme halten, aber wir wollen unsere eigene Authentizität transportieren und keine historische (das meine ich jetzt im Hinblick auf die -ich nenne es mal - "mittelalterliche Tribalszene", also die Stämme die vor allem zu mittelalterlicher Musik tanzen - dort ist die Frage nach Material und Herstellung der Gewandung ja wahrscheinlich ein wichtiges Thema.

Irina Dassler ist vom Stamm "Banat ash shams" (www.banat-ash-shams.de))

 

 AUS ALLER WELT - von Marion Wirth  
 


Ja, wie sind unsere Kostüme entstanden? Als erstes haben wir damals gemeinsam die Richtung des Kostüms festgelegt, d.h. wir haben uns alte Zeichnungen aus der Zeit des 18. Jahrhunderts angesehen und darin unsere Grundidee gefunden. Charakteristisch waren die weißen langen Blusen und die engen Corsagen darüber, kombiniert mit üppigen Röcken oder weiten Pluderhosen.
Als nächstes stand die Stoffauswahl an, hier haben wir uns für indische Seidensaris entschieden, da diese sehr schön fallen und eine vielseitige Farbenpracht geben. Dazu kam ein leichter gut fallender weißer Georgettestoff für die Blusen.
Nun begann die Hauptarbeit für mich, da ich durch meinen Beruf als Schneidermeisterin hier meine Aufgabe in der Gruppe habe. Ich nahm die Maße der Tänzerinnen und entwickelte für jede einen Schnitt für die Bluse, die Pluderhose und die Westencorsage. Für die Corsage fertigte ich aus verschiedenen Farben aus normalem Stoff erstmal ein Muster an, da dies doch ein sehr körperbetontes Kleidungstück ist und am Körper, durch abstecken auf Passform gebracht wird.
Nun ging's ans Zuschneiden und fertigen der Stücke. Hierzu habe ich mir von einer Schneiderinn helfen lassen, da es sich um 20 Gewänder handelte und ich sonst nicht mehr von der Nähmaschine weggekommen wäre, und wir wollte unser neues Stück doch so bald wir möglich präsentieren.
Am Ende stand noch die Auswahl der Kopfbedeckung und der Hüftaccessoires an. Für die Kopfbedeckung hatten wir verschiedene Varianten, wobei uns die Hauben aus Afghanistan am besten dazu gefielen. Für die Hüfte fand ich passende Seidentücher und Bommel in Marokko.

- Marion Wirth ist Mitglied der Gruppe "Opium"

 

 UNSERE VORFAHREN VOR 3500 JAHREN: ÄGYPTERINNEN  
 

UNSERE VORFAHREN VOR 3500 JAHREN: ÄGYPTERINNEN Text und Bilder von Marcel Bieger

www.art-of-kara.de Eine der ältesten Staaten der Welt, Ägypten, erreichte zu seiner Blütezeit eine einzigartige Hochkultur. Nach dem Alten Reich, vor allem durch den Pyramidenbau bekannt, und dem Mittleren Reich, das durch einen Einfall eines Bündnis semitischer Stämme zugrundeging, erhob sich das Neue Reich zwischen 1600 und 1500 wie Phönix aus der Asche und wurde zur Weltmacht Nummr Eins. Gold und Elfenbein kamen aus Afrika, Weihrauch aus Arabien, Edelsteine aus so entfernten Regionen wie Afghanistan, und selbst der Fernhandel zur See erblühte schon – um die arabische Halbinsel herum, bis nach Persien und Indien, entlang der afrikanischen Ostküste bis zum Horn von Afrika (wo das sagenhafte Land Punt gelegen haben soll), aber auch in der gesamten Osthälfte des Mittelmeers. Bis nach Mykene, Troja, Zypern und der Südküste der Türkei. www.art-of-kara.de
Namen wie Nofretete, Ramses oder Thutmosis sind heute noch jedem Kind bekannt. Und auch Amenophis, der nur noch den Sonnengott Aton anbeten ließ und damit den Monotheismus in die Welt brachte, ist heute nicht vergessen. Im Neuen Reich entstanden die einzigartigen Tempelanlagen von Karnak, Luxor und Abu Simbel. Ganz zu schweigen vom damals vorherrschenden, immer noch geheimnisumwitterten Totenkult mit seinen Mumien.
www.art-of-kara.de Die Gruppe „Art of KaRa“ (www.art-of-kara.de) stellt das Neue Reich dar, und wir sehen sie hier bei einem „walk act“ und bei der Darstellung einer Fürstenfamilie. Ihre Gewandungen sind authentisch, so weit die Quellenlage eine exakte Rekonstruktion erlaubt, und sie treten auch bei großen Galas auf. Daniela Rutica ist eine gefragte Bühnendesignerin und hat schon für manche Orient-Show den Hintergrund kreiert. - wird fortgesetzt..

 

 


  Inhalt
#  
 
           © 2007 by Oriental Cosmos • mail:  redaktion@oriental-cosmos.de