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1.2.1 HOCHSOMMERMÄRCHEN 2008 – Die Geschichte ediner wundersamen Errettung von Marcel Bieger
1.2.2 ZÄHLEN GOTHICS VOR DEM EINSCHLAFEN SCHWARZE SCHAFE
1.2.3 EIN HOCHSOMMERMÄRCHEN 2008 | 3. Kapitel: Muahahahahah!
1.2.4 EIN HOCHSOMMERMÄRCHEN 2008 | 4. Kapitel:

 

 HOCHSOMMERMÄRCHEN 2008 – Die Geschichte einer wundersamen Errettung von Marcel Bieger  
 



Wie es sich gehört, zu Anfang die EINLEITUNG: LEBEN GOTHICS AUF FRIEDHÖFEN Gleich zu Beginn: Nein. Und sie beißen auch keinen Fledermäusen die Köpfe ab (das tut höchstens Ozzie Osbourne, und auch der nicht so richtig). Sie sind eigentlich ganz normale Zeitgenossen, die nur eine andere Herangehensweise haben. Sie bevorzugen die Farbe Schwarz, und dazu dürfen noch Weiß, Rot und Silber kommen. Alles andere geht nur mit erheblichen ideologischen Bauchschmerzen. Also gar nicht. Zumindest in der reinen Lehre.
Abgesehen von der Farbenlehre und einigen mehr oder minder gewagten Outfit-Cocktails zeichnet Gothics aber vor allem das Vermögen aus, zu ihren Gefühlen zu stehen, sich ihrer eigenen negativen Seiten nicht nur bewußt zu sein, sondern sie auch als Teil ihrer selbst anzunehmen, und diese zum Beispiel im Tanz auszuleben, sie darzustellen oder mit ihnen zu spielen. Darüber hinaus geben sie sich allen äußeren Anfechtungen und überhaupt Fremden und Ungläubigen gegenüber bis zur Apathie cool und gelassen.
Gothics sind die Nachfahren mehrerer Jugendbewegungen aus den 80er Jahren und vor allem in den USA und Deutschland verbreitet. Die Gothic-Musik sieht sich als eigentständiges Genre und will sich von keiner anderen Stilrichtung vereinnahmen lassen. Auch das noch anzumerken, den Gothic-Tanz darf man Bauchtanz oder englisch Bellydance nennen. Gothic ist zwar etwas für Jungs und Mädchen, aber vor allem junge Frauen finden hier eine geistige Heimat oder einen Lebensstil nach ihrem Geschmack. Das trifft ganz besonders auf die OT- und Tribal-Szene zu: Es ist sicher nicht zu kühn zu behaupten, daß man lange suchen muß, um einen Tribe ohne eine oder mehrere Gothic-Anhängerin, mindestens aber Sympathisantin zu finden.
Gothics sind zwar schon einige Jahre vorhanden, erleben zur Zeit aber in der deutschen Bauchtanz- und Tribalszene einen ziemlichen Aufschwung (zumindest in unseren Breitengraden und in den USA), im Frühjahr fand in Leipzig (eine der heimlichen Hauptstädte der Gothic-Bewegung) nicht nur die W(ave und) G(othic) T(age) statt, Salamandrina veranstaltete dort auch eine Tanzveranstaltung allein mit deutschen Gothic-Künstlerinnen bestückt (mehr darüber bald in diesen Medien), in Duisburg fand mit der „Gothika“ die erste Gothic-Messe mit Tanzdarbietungen und Modenschauen statt (auch darüber bald mehr). Und Asmahan el Zein setzte einen weiteren Höhepunkt, als sie zu ihren 1. Norddeutschen Tribal-Tagen Ariellah einlud (wir berichteten darüber), die in zwei unglaublichen Auftritten zeigte, was alles im modernen Gothic/ Dark Wave und Bellydance möglich ist.
Ich hoffe, daß sich jetzt nicht allzu viele „authentische“ Gothics wutschnaubend abgewendet haben, vielleicht geben mir ja einige von ihnen sogar recht, daß man dieses Thema kaum kürzer darstellen kann. Damit flugs zum ersten Kapitel, in dem wir der Frage nachgehen, worum dieser Artikel eigentlich geschrieben wird.

1. KAPITEL DEUTSCH-AMERIKANISCHE FREUNDSCHAFT - Oder UNVERHOFFT KOMMT OFT Die zwei weiteren wichtigen Tänzerinnen, „Sashi“ und „Tempest“, die jede auf ihre Weise das Thema Dark Romance, Gothic und Fin de Siécle (bei uns Jugendstil) mit Bauchtanz verbinden, wurden ebenfalls in diesem Jahr nach Deutschland eingeladen, um hier in Workshops ihre Kunst und ihre Interpretationen zu verbreiten. Damit wäre eigentlich für uns ausreichend Grund zum Jubeln darüber gegeben, international solche Beachtung zu finden. Ich wähle bewußt den Konjunktiv, weil die Reise der beiden aus dem fernen Kalifornien unter keinem guten Stern stand. Da sie schon im letzten Jahr zum berühmten Gothla UK Festival anreisten und viel Erfolg einheimsten, war in diesem Jahr eine Tournee erst nach Großbritannien, dann nach Deutschland und daran anschließend nach Tschechien geplant, bevor es wieder heimwärts gehen sollte. Das Schicksal wollte es in seiner Unergründlichkeit anders, und so saßen die beiden nach Abschluß ihrer dortigen Verpflichtungen ratlos in England, denn für Deutschland war leider buchstäblich nichts geklärt, worauf die Künstlerinnen eigentlich gebaut hatten – und wie es auch normal gewesen wäre. Kurz und ergreifend, ihre ursprüngliche und eigentliche Veranstalterin und GaStgeberin war kurzfristig ausgefallen und hatte beide einfach sitzen gelassen. Für Sashi und Tempest war Deutschland Fremde, und sie wußten noch nicht einmal einen Ort, von dem aus sie Anlauf zum Start nehmen sollten. Was konnten sie also tun?
Tempest kannte Helena Lehmann, ihres Zeichens Moderatorin und Journalistin, und fragte bei ihr nach, was möglich sei, weil sie Deutschland zwar auf ihrem Maßnahmeplan stehen hätten, dort aber offensichtlich niemand von ihrer Ankunft wüßte. Obwohl so etwas selten vorkommt und gewiß keinen Regelcharakter hat, wußten Sashi und Tempest aus ihrer Heimat, daß man (frau auch) dort in einem solchen Fall ziemlich aufgeschmissen ist. „So, you’re screwed“, hieße es dann, wie Sashi sich ausdrückte.
Aber weit gefehlt, solches auch für unsere Verhältnisse anzunehmen. Obacht, jetzt geht es zu wie im Film: Helena beließ es nicht bei tröstenden Worten und einem geneigten Ohr, sie wurde aktiv und informierte Gott und die Welt über die beiden Künstlerinnen, die ohne eigenes Zutun in Not geraten waren. Tatsächlich fanden sich binnen kurzem – genauer am Anfang der Woche - , drei Frauen, nennen wir sie „Orienttanz-Aktivistinnen“, welche sich bereiterklärten, die beiden vom Ende dieser Woche an aufzunehmen und ihnen zu ermöglichen, bei ihnen ihre Workshops abzuhalten. Es waren dies:
- die „Tanzoase“ von Gabriella, welche die beiden Gäste für den 25. und 27. Juli, einem Wochenende, ins Programm aufnahm. Gabriella konnte so kurzfristig nur den Freitag und den Sonntag freiräumen, weil sie den Samstag bereits anderweitig vergeben hatte. Die beiden Gäste landeten in Düsseldorf, wurden dort abgeholt und ins hessische Dillenburg im Dreiländereck am Fuße des Westerwaldes gefahren. Am Montag morgen ging es mit dem Zug weiter nach:
- Hannover zu Asmahan el Zein, wo der Montag (28. Juli) und der Dienstag (29. Juli) für die beiden reserviert worden waren. Am Mittwochmorgen wieder zum Bahnhof und von da zur dritten Station nach:
- Düsseldorf, in Nanas „Studio Cahira“. Sie nahm ebenfalls beide am Bahnhof in Empfang, aber Tempest mußte bald nach Tschechien weiter und stand für einen weiteren Workshop nicht mehr zur Verfügung. Sashi übernahm es allein, hier ihre Kunst zu verbreiten, genauer am 30. Juli, ehe sie in die USA zurückkehrte.
Wohlgemerkt, Gabriella, Nana und Asmahan handelten ohne Aussicht auf finanziellen Gewinn und dann auch noch mit zusätzlichen Bürden belastet – wie zum Beispiel woher und wie binnen weniger Tage ausreichend Schülerinnen für jeden Workshop aufzutreiben? Ohne weitere zusätzliche freiwillige Helfer und Helferinnen wäre das vermutlich kaum zu schaffen gewesen
Und sie bekamen Helfer. Die eine Hälfte der Szene telephonierte mit der anderen Hälfte, „Oriental-Cosmos“ entwarf binnen Stunden ein Banner mit allen relevanten Daten (o Göttin, der Fehlerteufel schlich sich ein und mußte am nächsten Tag beseitigt werden) und stellte es auf seine Seite, und ja, sie kamen und meldeten sich an, und die Kurse wurden voll, und Sashi und Tempest konnten ihre Reisekosten wieder herausholen, wunderbare Freundschaften fanden ihre Grundlage, und die beiden Amerikanerinnen kamen wahrlich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Bei ihnen zuhause wäre es in sämtlichen „communities“ ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, so etwas mehr oder weniger aus dem Boden zu stampfen ...
So weit der erste Teil mit einem kurzen Überblick dessen, was geschehen ist. In einigen weiteren Folgen wollen wir ein wenig mehr in die Tiefe gehen und uns mit den Workshops selbst beschäftigen, was sie den Teilnehmerinnen gebracht und welche Folgen sie haben; wir überlegen ganz ernsthaft, ob Hannover sich zur Hauptstadt des Dark/Gothic Bellydance mausert (immerhin haben sich hier binnen weniger Monate drei der wichtigsten US-Tänzerinnen dieses weitverzweigten Genres eingefunden); und wir geben natürlich wieder, wie Sashi und Tempest selbst ihre Reise nach Germany empfunden und welche Eindrücke sie mit nach Hause genommen haben.
Diese Geschichte wird parallel in den beiden Internet-Magazinen „Orientalika“ (www.orientalika.de) und „Oriental-Cosmos“ (www.oriental-cosmos.de) erscheinen.
Hier noch die Homepages der Studios:
- www.tanz-oase.de (Gabriella)
- www.world-of-orient.de (Asmahan el Zein)
- www.cahira.de (Nana)
- und nicht zu vergessen: www.livemoderation.de (Helena)

 

 ZÄHLEN GOTHICS VOR DEM EINSCHLAFEN SCHWARZE SCHAFE  
 

ZÄHLEN GOTHICS VOR DEM EINSCHLAFEN SCHWARZE SCHAFE?

Wie in der ersten Folge zu erfahren war, sind Sashi und Tempest beinahe an den Gestaden Deutschlands gestrandet, wenn nicht drei mutige Veranstalterinnen beherzt eingesprungen wären und den beiden Kost und Logis angeboten hätten. Eine davon war Gabriella vom Stamm „Nea’s Tribal“ (www.neastribal.com), der sich rühmt, zu den allerersten in Deutschland zu gehören. Lassen wir die Stammesmutter selbst zu Wort kommen:
„Fakt ist, das Tempest und Sashi längere Zeit nichts von ihr (ihrer ursprünglichen Veranstalterin, Anm. der Redaktion) gehört haben, daß sie sich nicht an die Auflagen des Vertrags gehalten hat ... Tempest hat letzten Dienstag (14. Juli, Anm. d. Red.) oder Montag auf Dienstag Helena angemailt, ob sie ihr helfen könne, weil sie den Veranstalter, nicht erreiche und nicht weiter wisse ... Daraufhin hat Helena mich angeschrieben und gleichzeitig auch öffentlich angefragt, ob wer was über ein geplantes Festival wisse. Als Gothic Festival sei es Tempest wohl angekündigt worden (Sashi war nur dabei, weil ihr von derselben Veranstalterin im Oktober ein großes Workshop-Wochenende zugesichert worden war, Anm. d. Red.).
Da es erst hieß, sie landeten in Frankfurt und wüßten nicht, wo sie bleiben sollten, habe ich mich als Gastgeberin angeboten und auch gesagt das ich am Wochenende selbst das Studio belegt hätte. Es boten sich noch viele andere an, bei denen die beiden hätten unterkommen können. Helena meinte, es solle doch versucht werden, einen WS zu organisieren, um den grossen finanziellen Ausfall der beiden ein bißchen auffangen zu können. Ich habe deshalb meine Wochenend-Studioplanung umgeworfen, um die beiden noch unterzubringen (Sashi und Tempest konnten dann am Freitag und Sonntag lehren, während der Samstag einer anderen Veranstaltung vorbehalten blieb, Anm. D. Red.). Mir war klar, daß ich hier nicht unbedingt die Klientel für Dark- und Gothic-WS habe, und das Sommerferien waren, von der Kürze der Vorbereitungszeit gar nicht erst zu reden. Aber Sashi und Tempest waren heilfroh, nicht auf der Straße zu landen. Erst zwei Tage später ... kamen Asmahan in Hannover und kurz darauf Nana in Düsseldorf dazu, und so wurde eine kleine Tournee daraus. Die Finanzen der US Mädels werden es danken, denke ich.
So ist das abgelaufen. Parallel wurde versucht herauszufinden (in Foren und dergleiche, Anm. d. Red.), wer bereits bei der ursprünglichen Veranstaltung gebucht hatte, um diese Tänzerinnen von den Änderungen zu informieren. Aber offensichtlich waren weder Vorbestellungen bestätigt noch ein Veranstaltungsort gebucht worden. Einige Mädels haben sich gemeldet, die noch nicht informiert worden waren, die ihre Zimmer aber bereits in Köln gebucht und den Zug bezahlt hatten. Die hätten dann an dem Wochenende (26./27. Juli) ziemlich dumm aus der Wäsche geguckt.
Ich habe so viele US Dozentinnen schon hier in meinem Studio gehabt und niemals gab es ein Problem, im Gegenteil Aber wenn wir drei nicht das getan hätten, was wir getan haben, wäre das auf die gesamte deutsche OT-Szene zurückgefallen, und das ging natürlich nicht. Davon abgesehen gibt es ein Gebot der Menschlichkeit. Hätten wir denn Tempest und Sashi unter einer Brücke schlafen lassen sollen? Keine Workshops mit denen organisieren? Die Betroffenen die schon Geld für Hotel und Tickets ausgegeben haben, einfach ihrem Schicksal überlassen? Tempest und Sashi sind beide wieder heil daheim gelandet. Manis (vom Tanzhaus NRW, die am Sashi-WS in Düsseldorf teilgenommen hat, Anm. d. Red will Sashi wohl zur Orientale 2010 holen, aber ich bin mir sicher Sashi wird schon vorher wieder hier sein *lächel*.“
(Anm. d. Red. Sashi hat inzwischen Post von der ursprünglichen Veranstalterin erhalten, in der das WS-Wochenende im Oktober abgesagt worden ist.)
„Profit war in diesem Fall nicht mein Anliegen, obwohl es natürlich schön gewesen wäre, wenn für alle die Mühe etwas herausgesprungen wäre. Normalerweise habe ich solche Dozenten exclusiv hier, und nun mußte ich sie mit Hannover und Düsseldorf teilen. Da war natürlich erst recht nicht mehr viel drin. Aber für mich ging es da, wie gesagt, in erster Linie ums Helfen, und deswegen war alles andere auch okay. Ich habe keine Einnahmen gemacht, es wurden nur die entstandenen Unkosten gerade gedeckt, alles andere haben die beiden Dozentinnen bekommen. Hier ging es nicht um Verdienen und um eine normale Promotion, sondern um Hilfe. Denn es könnte ja einer von uns auch einmal so ergehen in einem fremden Land, und da ist es gut, wenn es eine Dance Community gibt, die dann hilft.
Übrigens haben beide zugesichert das sie die Scripte den Teilnehmerinnen zuschicken, und die von Tempest sind auch schon da. Dank all der verschiedenen Dozentinnen, die in meine Tanzoase kommen, empfinde ich meinen Beruf als wunderbar, die Chance so viele, unterschiedliche und intererssante Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen, erhält man nicht in jedem Job.. Und gerade beim Tribal hilft dann das Miteinander enorm weiter, auch wenn ich die Sprache des anderen nicht oder kaum spreche ... Ich habe oft US Dozentinnen hier - im Oktober wieder Wendy Allen von FCBD, mit der mich auch eine Freundschaft verbindet. Für mich war die Beherbergung von Tempest und Sashi erstmal normal, da ich das gewohnt bin, mich gerne mit den Tänzerinnen austausche, das Ganze überhaupt sehr interessant finde. Sashi, Tempest und ich hatten viele persönliche Gespräche, und das ist immer sehr wertvoll. Und von Anfang an hatte ich einen sehr besonderen Draht zu Sashi. Daraus entwickelt sich gerade eine Freundschaft, und das ist ein wunderbares Geschenk. Zurückkommen werden sie, ob beide zusammen, werden wir sehen., aber ich glaube, daß sich da schon nächstes Jahr was tut.“
Und wie ist das konkret mit den beiden abgelaufen? „Mein Mann hat beide vom Flughafen in Düsseldorf abgeholt, und sie waren absolut locker und cool drauf, froh daß sich nun alles irgendwie regelt, denn noch immer hatten sie nichts gehört von der Veranstalterin. Beide waren absolut pflegeleicht, und es war eine Freude sie hier zu haben. Nach ihrer Ankunft gab es eine kleine Verschnaufpause, und schon gab Sashi ihren Workshop. Sie machte mit uns ihr Aufwärmen, das sehr schweißtreibend war, und prophezeite uns, wir würden sie noch hassen. So schlimm war es nicht, aber wir hatten dann alle keinen trockenen Faden mehr am Leib. Sie hatte schöne Kombis im Gepäck, und es hat viel Spaß gemacht. Beide hatten etwas Merchandising dabei, mit dem sich die Teilnehmerinnen eindecken konnten. Bis dahin hatte ich keinerlei Kontakt zu Gothic Tribal Dance, da so etwas nicht mein Metier ist, aber ich habe viel von beiden lernen dürfen. Am Samstag gab ich selbst Workshops im Studio, und so hatten beide einen freien Tag und dazu Sommerwetter. Sie fuhren nach einem Frühstück mit meiner Tochter und noch anderen auf einen nahen Mittelaltermarkt, was beiden gut gefallen hat. Früh am Abend waren wir alle wieder bei mir zuhause und haben gemütlich gegrillt und bis nachts draußen gesessen. Tempest hatte kaum Stimme, ein englisches Schaf hat sie nach eigenen Angaben verhext. Am Sonntag konnten beide auch ausschlafen, und ich war schon früh wieder selbst im Studio. Tempest und Sashi kamen dann mit meiner Freundin zum Tempest Workshop. Tempest musste ständig lachen, und ich stellte fest, Gothic ist gar nicht so dunkel und düster. Zu beiden Workshops sind aufgrund der chaotischen Vorgeschichte und der Kürze der Zeit nicht allzu viele Teilnehmer gekommen, aber die Frauen, die dabei waren, waren hinterher froh und glücklich, und jede hat etwas davon mitgenommen, egal wie hoch der Level bei den Einzelnen war. Dabei ist der Tanz- und Unterrichtsstil von Sashi und Tempest völlig verschieden. Nach dem Workshop gab es dann für Sashi ein Schnitzel, welches sie unbedingt hier in Deutschland probieren wollte (in den USA glaubt man, hier hätte man das erfunden, wie in Polen die Bratwurst usw Anm. d. Red.). Am nächsten Tag brachte ich sie zum Zug, der leider viel Verspätung hatte, so daß die Geduld der Frau, die sie in Hannover abholte auf eine ziemliche Geduldsprobe gestellt wurde. Während sie hier bei mir weilten, drohte ja schon der Streik bei der Lufthansa. Für beide galt aber, vorwärts schauen und drauf hoffen, daß alles gut geht. Was für die deutschen Tänzerinnen spricht, war der wirklich sehr gute Zusammenhalt. So werden Sashi und Tempest good old Germany in guter Erinnerung behalten.“
Gabriella hat selbst an den WS teilgenommen, und was hat ihr das gebracht? „Ob ich bereits Erfahrungen mit dem Gothic hatte, nein, bisher keine. Ich gebe zu, für mich war das auch alles zu schwarz und zu düster, und ich habe nur einmal vorher was von Tempest auf Video gesehen. Bei den völlig unterschiedlichen Ansätzen und WS der beiden habe ich gemerkt, daß ich einiges davon ja schon lange praktiziere, ohne daß ich es dem Gothic zugeordnet hätte - aber vielleicht paßt das einfach zum Tanz generell, denke ich mir. Die Musik von Tempest hätte ich mir vorher nie auch nur angehört, geschweige denn darauf getanzt. Wäre mir nie in den Sinn gekommen, aber was sie auf dem WS mit uns gemacht hat, paßte alles ganz wunderbar, und was soll ich sagen, es hat mir sogar richtig viel Spaß gemacht. Ja, es stimmt, das alles hat mich auch auf einer persönlichen Ebene sehr viel mehr bewegt.
“ – Marcel Bieger ist Redakteur des „Oriental Cosmos“.

 

 EIN HOCHSOMMERMÄRCHEN 2008 | 3. Kapitel: Muahahahahah! von Marcel Bieger  
 



Im folgenden ein Interview mit der US-Tänzerin Sashi. Das Gespräch wurde schriftlich während des Sommers 2008 geführt (per E-Mail, um ganz genau zu sein)und anschließend von mir bearbeitet. Zur Berichterstattung gehört eine Stellungnahme aus amerikanischer Sicht einfach dazu. Die Leser werden feststellen, daß Sashi sehr höflich und freundlich auf alle Fragen reagiert, das gehört in den USA einfach zum guten Ton, man ist dort nie so direkt, wie zum Beispiel in unserem Lande. Deswegen habe ich einige Stellen etwas freier übersetzt, bei anderen das eine oder andere weggelassen. Um die Leser diesen Änderungen nicht willkürlich auszusetzen und denjenigen, die ein ausreichend gutes Englisch nicht nur sprechen, sondern auch lesen können, in den Genuß der englischen Antworten kommen zu lassen, habe ich die Antworten im Original-Wortlaut vorangestellt. Sashi will auf ihren diversen Seiten einen Link zu diesem Interview (sowohl zu "Orientalika", wie auch zu "Oriental Cosmos", wo das Interview zeitgleich erscheint) setzen.

Ich kann mich an dieser Stelle nur ganz, ganz herzlich bei ihr dafür bedanken, sich die Mühe gemacht und die Zeit genommen zu haben. Wer auf ihrenTerminkalender schaut, weiß, daß sie weitaus anderes zu tun und zu erledigen hat. Mit einigem Stolz kann ich hier erklären, während unseres E-Mail-Verkehrs in ihr eine Freundin gewonnen zu haben.

Wer die eine oder andere Anmerkung/Kritik zu meiner Übersetzung loswerden möchte, sei herzlich dazu eingeladen. Ich diskutiere gern mit Euch. Aber ich gebe bitte zu bedenken, daß eine literarische Übersetzung anderen Gesetzen gehorcht als ein Englisch-Test auf einer weiterführenden Schule.

P.S.: Die merkwürdige Überschrift bezieht sich auf Sashis gefürchtetes Lachen. In der oben wiedergegebenen Form stellt sie es selbst lautmalerisch dar und fügt das "Muahahahahah" auch gern auf ihren Homepages mitten im Text ein, wenn ihr irgend etwas besonders komisch erscheint.
Auf geht's:

1 What kind of experiences did you make over here in Germany ?
After flying in to Düsseldorf from London, Tempest and I were picked up by the our first hostess’ husband Roland. As we did not know what he looked like, she advised us that he looked like a modern day pirate. And he did! We were then off to Herborn/Dillenburg to meet our first gracious hostess, the fantastic Gabriela. Making us feel so welcome in her home, we taught our workshops and then headed out that weekend to their German Renaissance Festival which, to our absolute delight, was in a castle in the countryside. Since I have a “thing” for castles, I was in heaven and happier than ever! After spending time in the countryside with Gabi, we piled ourselves on to the train to make our way to Hanover to be hostessed by the beautiful Asmahan. What a difference from the countryside of Germany to the industrial architecture of the city. Beautiful. To work we went and oh the fun we had! In the whirlwind that was our tour we were soon piling ourselves back on to the train and on our way to Düsseldorf yet again. This time Tempest was on her way to the Czech Republic and I was to teach more of the beautiful students who I was so very lucky to have in my classes while being hostessed by the lovely Nana. I must say that even though our tour of Germany was far too quick and not always allowing for time to sight see, it was one of the most fulfilling trips of my career. With so many talented, interested, daring, creative dancers to work with, I was forever humbled by their effort and ability to take in the lessons on many levels beyond just the physical! No matter where we taught in Germany, these dancers truly understood and embraced the entire concept of Gothic Bellydance no matter what their dance background was

1. Welche Erfahrungen habt Ihr in Deutschland gemacht?
Nachdem wir von London kommend in Düsseldorf gelandet waren, wurden Tempest und ich am Flughafen von Roland, dem Mann unserer ersten Gastgeberin, abgeholt. Wir hatten keine Ahnung, wie er aussieht, aber Gabriella (unsere erste Gatgeberin) hatte uns den Tipp gegeben, nach jemandem Ausschau zu halten, der wie ein moderner Pirat aussähe. Und wir erkannten ihn sofort! Schon ging es weiter nach Herborn/Dillenburg, wo wir endlich unsere bezaubernde Gatgeberin kennenlernen durften, die phanstastische Gabriella! Sie sorgte dafür, daß wir uns bei ihr wie zuhause fühlten. Wir hielten unsere Workshops ab und dann (am Samstag) ging es auf einen deutschen Mittelaltermarkt, der zu unserer großen Freude außerhalb der Stadt in einer Burg statttfand. Da Burgen meine große Liebe sind, habe ich mich wie im Paradies und glücklich wie ein kleines Kind gefühlt. Nachdem wir noch einige Zeit mit Gabi verbracht hatten, ging es schon wieder mit Sack und Pack in den Zug nach Hannover, wo wir von unserer nächsten Gastgeberin in Empfang genommen wurden, der einzigartigen Asmahan. Was für ein Unterschied vom bergigen und waldigen Westerwaldrand zur Industriemetropole Hannover mit ihrer modernen Architektur. Einfach großartig! Wir haben auch hier unsere Workshops abgehalten, und was war das für ein Spaß! Die Zeit verging wie im Flug, und schon saßen wir wieder im Zug, und es ging zurück nach Düsseldorf. Aber dort trennten sich unsere Wege: Tempest reiste wetier nach Tschechien, während ich noch mehr wunderschöne Tänzerinnen unterrichten durfte. Hier war ich zu Gast bei der unvergleichlichen Nana. Eines muß ich einfach sagen: Obwohl unsere Reise durch Deutschland viel zu rasch vorüber war und uns viel zu wenig Zeit blieb, uns das eine oder andere anzusehen, gehört sie doch zu den beeindruckendsten und befriedigendsten meiner gesamten Karriere. Selten hatten wir das Glück, mit so vielen talentierten, aufgeweckten, mutigen und kreativen Tänzerinnen zusammenarbeiten zu können. So sehr, wie diese Frauen sich angestrengt haben und wie sie es vermochten, auch das in sich aufzunehmen, was hinter unseren Lektionen steckt, also mehr als nur die körperliche Beherrschung von Kombinationen usw., hat mich das Dankbarkeit und Respekt gelehrt. Ganz gleich, wo wir in Deutschland angetreten sind, die Tänzerinnen haben das gesamte Konzept des Gothic Bellydance verstanden und in sich aufgenommen, eine wie die andere, obwohl sie doch alle mit anderen Tanzerfahrungen zu uns gekommen sind.

2. How did the German students react in your workshops?
The students, on all of our stops in Germany, were fantastic to work with. They came prepared to dance and to understand the concept of Gothic Bellydance. It was such a treat to work with talented dancers of all levels who came with an open mind, genuine interest and willingness to learn about a new style of bellydance.

2. Welche Erfahrungen habt ihr mit den deutschen Tänzerinnen gemacht, die zu euren Workshops gekommen sind?
Wir haben mit allen Tänzerinnen, die wir während unserer Stationen in Deutschland kennengelernt haben, phantastisch zusammen arbeiten können. Sie sind mit der festen Absicht zu uns gekommen, das Konzept des Gothic Bellydance zu verstehen und tanzen zu lernen. Es war für uns eine Bereicherung, mit talentierten Tänzerinnen zusammenzuarbeiten, die auf den unterschiedlichsten Entwicklungsstufen standen. Sie alle einte aber die Absicht, sich mit offenem Geist, ehrlichem Interesse und dem Willen, etwas zu lernen, einer neuen Form des Bauchtanzes zuzuwenden.

3. Do you have the same or very similar workshop programs for all lessons you're holding throughout the world or do you prepare special lessons for every place and country?
I teach workshops and my ongoing classes in my format, The Ascend Tribal Dance Format. I teach the concepts of my style all over the world and at home. I do change the choreographies and combinations taught to keep things fresh for those repeat students who study intensively with me and particularly for those students studying to become certified in The Ascend Tribal Dance Format. Thus, I use my formated curriculum which focuses on all of the intricate aspects of my style of Gothic Bellydance (history, style, technique, persona, costuming, props, facial expression etc) and new choreographies/combos in all of my classes.

3. Hältst du deine Workshops weltweit nach den gleichen oder ähnlichen Lehrplänen ab, oder entwickelst du für jedes Land und jede Stadt ein eigenes Programm?
Ich unterrichte meine Workshops und meine weiterführenden Klassen nach einem bestimmten Lehrplan, dem Ascend Tribal Dance Format. Nach diesem Lehrplan unterrichte ich überall auf der Welt, auf meinen Lehrreisen und natürlich zuhause. Die Choreographien und Kombinationen wechseln aber, damit die Schülerinnen nicht immer das Gleiche geboten bekommen, die zu meinen Auffrischungs- und Aufbau-Kursen kommen und intensiver mit mir zusammenarbeiten. Das gilt erst recht für diejenigen, die zu mir kommen, um ein Zertifikat im Ascend Tribal Dance zu erhalten. Ich arbeite also nach einem festen Lehrplan, der alle wesentlichen Aspekte meines Gothic Bellydance Tanzstils enthält (Geschichte, Stil, Technik, Persona, Kostüme, Bühnendekoration/Reuqisite, Mimik und so weiter), und ich bringe für alle meine Klassen jeweils neue Chreographien und Kombinationen mit.

4. Did you get some impressions of the German "Goth Community"
Unfortunately, because Tempest and I were limited in how much time we spent in Germany on tour and how busy we were with workshops, we didn’t get to see much of the Gothic Community beyond some shops in Hanover and through some of our Gothic dancers attending our workshops. We are very interested in coming back when some of the Gothic Music Festivals are happening and possibly performing or attending those in the future!

4. Habt Ihr Euch einen Einblick in die deutsche Gothic-Szene verschaffen können?
Leider nein. Weil Tempest und ich nicht viel Zeit nach Deutschland mitgebracht hatten und wir ja noch Vorbereitungen für unsere Workshops treffen mußten, haben wir nicht viel von der deutschen Gothic-Szene zu sehen bekommen. Im Grunde nur ein paar Läden in Hannover und natürlich die Goth Girls, die zu uns in die Workshops gekommen sind. Wir sind aber sehr daran interessiert, wieder nach Deutschland zu kommen, wenn hier Gothic-Musik-Veranstaltungen stattfinden. Vielleicht lädt man uns ja mal dazu ein, dann werden wir dort auch auftreten.

5. Which development will Gothic Bellydance  take in the near future?
Gothic Bellydance is fast becoming one of the most sought after new styles of Fusion Bellydance. As it draws from multiple communities such a the sub-cultures within the Gothic Scene (Gothic, Cyber, Industrial, Steampunk etc) and the bellydance subsets (Cabaret, American Tribal Style, Tribal, Tribal Fusion, Burlesque etc) it’s alluring nature intrigues many members of these differing communities into the exploration of the “Shadow side of the Dance”. Gothic Bellydance Festivals are showing up all over the world and the top Gothic Bellydancers (Tempest, myself etc) are being asked to participate in many new gatherings in which to expose and educate the curious and existing Gothic Bellydance communities. Furthermore, you will see the one and only United States Gothic Bellydance Festival: Gothla US 09 The Divining, created by the world’s premier innovators of Gothic Bellydance continue to grow in international popularity, attendance and as the trend setting leader in the Gothic Bellydance community (www.gothla.com). While we may attend other festivals with similar names to teach and perform Gothic Bellydance, this is the only festival run by the creators of this alternative style of bellydance. This means that Gothla US 09 will provide access to all aspects of Gothic Bellydance from quality instruction to approved costuming and beyond! You do not want to miss this festival!

5. In welche Richtung wird sich der Gothic Bellydance in der nächsten Zeit entwickeln?
Gothic Bellydance ist jetzt schon einer der am meisten beachteten und gefragtesten neuen Stile des Fusion. Da der GBD aus vielen unterschiedlichen Subkulturen innerhalb der Gothic-Szene (Gothic, Cyber, Industrial, Steampunk etc. – siehe dazu den Artikel “Gothic Tribal Style” von A. Renz, Oriental-Cosmos 7.1.5, Anm. d. A.) und Unterabteilungen des Orientalischen Tanzes beeinflußt wird (Cabaret, ATS, Tribal, Tribal Fusion, Burlesque usf.), verleitet die verlockende Natur des GBD viele Mitglieder dieser doch sehr unterschiedlichen Bewegungen dazu, die “Schattenseite des Tanzes” näher zu erforschen.
Überall auf der Welt werden mittlerweile Gothic Bellydance-Shows abgehalten, und die führenden Vertreterinnen dieser Bewegung (Tempest, meine Wenigkeit und einige andere) werden zu vielen dieser Veranstaltungen eingeladen. Dort treten wir vor den GBD-Communities auf und lehren die Neugierigen das, was sie darüber wissen wollen. Weiterhin wird das einzige und wahre US Gothic Bellydance Festival kommen: Gothla US 09 'The Divining', ins Leben gerufen von den führendsten und innovativsten Tänzerinnen der Gothic Bellydance, die dort natürlich auch teilnehmen (www.gothla.com). Dieses US Gothic Bellydance Festival wird international immer mehr Bedeutung gewinnen als d a s Ereignis in der Gothic Bellydance Szene schlechthin werden.
Tempest und ich werden sicher auch an anderen Veranstaltungen mit ähnlichen Namen teilnehmen, um dort zu lehren und zu tanzen. Dennoch kann es keinen Zweifel daran geben, daß Gothla US 09 The Divining das einzige Festival sein wird, das von den Schöpfern dieser Subkultur veranstaltet wird. Dies bedeutet auch, daß Gothla US 09 allen Aspekten, Spielarten, Varianten des Gothic Bellydance offenstehen wird, angefangen von qualitativ hochstehenden Workshops bis zu Fragen der richtigen Kleidung und darüber hinaus. Ihr kommt doch sicher alle, so etwas darf man sich nicht entgegen lassen!

6. What are your plans for the next year(s)?
My plans for the near future include the November 2008 release of my Instructional Bellydance DVD entitled Dark Fusions: The Ascend Tribal Bellydance Format, performing and teaching in Barcelona, Spain and Gothenburg, Sweden as well as upcoming workshops and shows in the UK and Germany. I am also co-producing the second annual GOTHLA US 09 The Divining: The one and only US Gothic Bellydance Festival in Pomona, California (s.o.) and continuing to teach locally in Orange County, California.

6. Wie sehen Deine weiteren Pläne aus?
Nun, zunächst einmal erscheint im November 2008 meine Bellydance Lehr-DVD mit dem Titel “Dark Fusions: The Ascend Tribal Bellydance Format“. Dann werde ich natürlich weiterhin auftreten und Workshops abhalten, darunter in Spanien (Barcelona) und im schwedischen Göteburg, aber auch in Großbritannien und Deutschland. Außerdem bin ich Mit-Veranstalterin der zum zweiten Mal stattfindenen GOTHLA US 09 The Divining, im kalifornischen Pomona, dem einzigen und wahren US Gothic Bellydance Festival. Und nicht zu vergessen, gebe ich auch weiterhin Unterricht in meinem Heimatort im kalifornischen Orange County.
(Die Reihe wird fortgesetzt)

- Marcel Bieger ist Redakteur beim „Oriental Cosmos“.

 

 EIN HOCHSOMMERMÄRCHEN; Teil 4 von Marcel Bieger  
 



EIN HOCHSOMMERMÄRCHEN; Teil 4 Kapitel 4: „Wie man es beim Gothic-Tanz vermeidet, Fledermäuse zu furzen.“ (frei nach Tempest)

Als die beiden gestrandeten US-Tänzerinnen Sashi und Tempest in Deutchland ihre WS abhielten, waren sie nicht die ersten, die unseren Mädels Dark Bellydance in der Version des“American Way“ beibringen wollten. Nur zwei Monate zuvor war Ariellah ebenfalls in Hannover gewesen und hatte dort ihre Kurse angeboten. So sah sich die niedersächsische Landeshauptstadt in der beneidenswerten Lage, in relativ kurzer Zeit drei der wichtigsten Vertreterinnen des Dark und Gothic Tanzes bei sich beherbergen zu können.
Unter den Kursantinnen, die daran teilnahmen, haben wir drei gefunden, die bei allen drei Lehrerinnen mitgemacht haben. Sie haben alle die gleichen Fragen gestellt bekommen (weil das Gesamt-Interview recht lang ausgefallen ist, werden bei allen dreien die Fragen wiederholt), und auf ihre Weise darauf geantwortet: Offen, sehr persönlich, mit gutem Auge für Details und Zusammenhänge und doch jede unterschiedlich.
Clarissa ist schon seit Jahren dabei und steht dem Gothic nahe, Konstanze kannte den Gothic Tanz vorher nur vom Hörensagen, und Gitti ist noch recht jung dabei, war aber schon mit dem Gothic in Berührung gekommen.






CLARISSA


Du hast WS bei Ariellah, Sashi und Tempest (AST) besucht. Ohne die drei gegeneinander werten zu wollen, welche Erfahrungen hast Du dabei gemacht?

Alle drei haben ihren persönlichen Stil, obwohl sie in der gleichen „Branche“ tätig sind. Sie haben ihre WSs strukturiert und sind stets beim Thema geblieben – was ich sehr angenehm finde. Da jede ein besonderes Thema hatte, sind sie sich auch nicht in die Quere gekommen. Bei allen dreien haben die Kursteilnehmer zunächst oder auch zwischendrin Infos zum Thema Dark Bellydance erhalten. Inhaltlich deckten sich die Erklärungen mit denen der anderen beiden. Das ist schon mal ein Pluspunkt
Besonders bei Sashi ist mir aufgefallen, dass sie in dem Mini-WS auf jede Frau besonders eingegangen ist; allerdings hatte sie auch das Thema „Ausdruck“ im Dark BellyDance auf dem Programm. Sie fragte auch häufiger nach, wie es den Teilnehmerinnen mit dem Thema ging, da ja nicht jede so offen ihre Gefühle auszudrücken vermag ... Der Aufbau ihres WS zum Thema „Expressions“ war für mich sehr interessant, da ich dieses Dramatische, Schauspielerische besonders mag.
Der WS bei Tempest war durchweg lustig, aber auch anstrengend, denn sie hat sowohl auf Technik als auch auf Ausdruck sehr viel Wert gelegt. Außerdem hat hat sie ihr Thema „burlesque“ ein bißchen rübergebracht; mit so neckischem 20-er-Jahre-Charme. Sie lockerte ihren Unterricht durch sehr anschauliche „Don´ts“ auf
Der WS bei Ariellah war sehr voll (im Rahmen des 1. Norddeutschen Tribal-Treffens); und sie ging sehr in ihrem Unterricht auf. Wir lernten einige schöne ausdrucksstarke Kombinationen, die sie zu einer Mini-Choreografie zusammengesetzt hatte. Ich persönlich habe auch bei ihr einen schönen Schwung Bewegungen und Anregungen mitgenommen.
Ich würde bei jeder der drei jederzeit wieder einen WS machen! Sie sind alle drei klasse – stilsicher, freundlich, ruhig und konzentriert im Unterricht und mit der kleinen Portion Humor, die das Ganze so schön auflockert.

Hältst Du es für günstig sowohl für die Tanzszene in Deutschland als auch für Dich persönlich, dass wir innerhalb von nur zwei Monaten drei der bedeutendsten Künstlerinnen des Dark/Gothic Bellydance bei uns hatten, zumindest als WS-Lehrerin?

Ich persönlich finde es äußerst bereichernd, da ich mein Repertoire innerhalb kürzester Zeit erweitern konnte. Außerdem könnte es wegen mir gerne jeden Monat so einen WS geben. Aufgrund der unterschiedlichen Stile der drei habe ich schneller die Gelegenheit, das für mich passende auszusuchen und zu erweitern. Wenn ich nur eine der drei hätte genießen können, würde ich ja auch nur deren Stil ausarbeiten können und wäre damit mehr in eine Richtung „gezwungen“. In diesem unserem Falle jedoch ergänzen und vertiefen sich die Kenntnisse dann.
Für die Tanzszene hier finde ich es insofern bereichernd, da sich die sehr Gothic-Interessierten ja schließlich aussuchen konnten, ob sie alle drei wahrnehmen oder ob es ihnen doch nicht so wichtig ist. Außerdem würde so was sicher nicht geplant werden, daß alle drei in so kurzer Zeit ihre WS in Hannover geben. Sashi und Tempest waren ja aufgrund eines unvorhergesehenen Ereignisses hier.
Es wäre sicherlich ein bißchen ungünstig, wenn man innerhalb von zwei (!) Monaten diese WS im Vorab geplant hätte, da natürlich die Teilnehmerinnen selektieren würden, welchen sie besuchen wollen und können (finanziell). Die WS der gestrandeten Dozentinnen waren ja auch übersichtlich voll, was den Schülerinnen natürlich zupaß kam.

Wird das, was Du in den WS gelernt hast, Deine weitere tänzerische Entwicklung beeinflussen? Was kann frau unbedingt aus diesen Kursen mitnehmen?

Ich habe durch die WS auf jeden Fall schon mal feststellen können, welches mein bevorzugter Stil ist bzw. werden wird. Ich habe sehr viele Anregungen und Ansätze mitgenommen, bei jeder der drei. Da diese WS von so hochrangigen Dozentinnen geleitet wurden, denke ich, konnten die Teilnehmerinnen ein wirkliches Gefühl dafür bekommen, WAS ausdrucksstarken, dramatischen Dark Bellydance ausmacht.
Mitnehmen kann „frau“ die eindringliche Art der drei Dozentinnen, als sie erklärten, was Gothic Bellydance für sie bedeutet. Alle drei haben eigentlich den gleichen Grundgedanken erklärt ... Gothic Bellydance ist Dramatik, böse und lockend zugleich, mit einer Storyline, ohne die das Ganze nicht funktioniert.
Die Dozentinnen wiesen auch ziemlich eindringlich darauf hin, daß jede Frau ihren eigenen authentischen Stil tanzen muß, sonst wirkt das nicht echt; die Zuschauer sollen gebannt sein und wissen wollen, was die da wohl als nächstes machen wird ...Aaalso, beeinflussen wird mich das!

Wie war Dein Verhältnis zum Dark/Gothic vor den drei WS, und was hat sich daran seitdem geändert?

Ein Verhältnis hatte ich schon vorher, aber leider keine Gelegenheit, dazu, Unterricht zu nehmen. Vor einem Jahr besuchte ich einen WS zu Gothic Tribal. Der große Unterschied zu den diesjährigen WS war, daß der eigentlich dunkle dramatische Gedanke, der bei AST (Ariellah, Sashi, Tempest, ein Wortspiel auf ATS) einen gaaaanz großen – wenn nicht sogar den eigentlichen – Kernpunkt ausmacht, in dem damaligen WS fehlte. So konnte ich feststellen, daß ich im Dark Bellydance meinen schauspielerischen Aspekt einbringen kann. Daher hat sich mein Verhältnis zu Gothic BD vertieft und verbessert, da er meinem eigenen Stil erheblich näher kommt. Ich fühlte mich sozusagen bestätigt und ermutigt.

Welche sonstige Tanzausbildung hast Du genossen?

Im Jahr 2000 habe ich bei der VHS Klassischen OT belegt, bei zwei Dozentinnen in Hannover. Der Tanz gefiel mir so gut, daß ich einen dritten Kurs bei einer weiteren Dozentin belegte. 2005 begann ich mich für Tribal (ATS) zu interessieren. Ich besuchte mehrere WS in und um Hannover/Braunschweig bei verschiedenen Dozentinnen. Und so nahm das Ding seinen Lauf. Und in den 90er Jahren war ich in einem Tanzverein mit Standard und Lateintänzen.

Würdest Du noch einmal einen WS von AST oder einer anderen Größe des Dark/Gothic besuchen?

Auf jeden Fall!





KONSTANZE

Du hast WS bei Ariellah, Sashi und Tempest (AST) besucht. Ohne die drei gegeneinander werten zu wollen, welche Erfahrungen hast Du dabei gemacht?

Daß Menschen aus der Gothic Szene besser sind als ihr Ruf. Ich bin erstaunt, wie offen, herzlich und witzig die drei Goth-Mädels sind. Ich hatte die Gelegenheit mit alles dreien etwas ausführlicher zu reden. Mit Ariellah waren wir im Anschluß an den letzten Workshop gemeinsam zum Essen beim Chinesen und sie hat uns ihre halbe Lebensgeschichte erzählt. Da saß sie mir nun gegenüber, die dramatische Gothic-Queen, mit ihren großen und kaum geschminkten hübschen Kulleraugen und der zarten, fast transparenten, weißen Haut, und erzählte von San Francisco, ihrem Wohnumfeld, ihrem Verlobten, den schrecklichen Erdbeben, die auch sie schon miterlebt hat, wie sehr sie die Natur liebt und noch viele, viele private Dinge mehr. Sie ist herrlich natürlich und ihre dunkle Neigung äußerte sich für mich an diesem Tag vielleicht darin, daß sie sich etwas mehr philosophische Gedanken über das Werden und Vergehen (kurz:„dem Leben hier auf Erden“) macht als andere.
Sashi und Tempest haben diese nachdenklich melancholische Ader auch, glaube ich. Sie haben aber alle beide auch eine so nette und zugängliche Art, daß man gar nicht anders kann als sie sofort gern zu haben. Die Workshops waren anstrengend. Sashi bezeichnet sich selbst als Drill Instructor und sagte mit blitzenden Augen: „Ihr werdet mich für das Aufwärmtraining hassen, aber nach dem Kurs werdet ihr mich lieben“, und so war es dann auch. Ihr berühmter „Sashi-Blick“ ist übrigens wirklich panzerbrechend!
Tempest ist eher von der „frech-schnodderigen“ Art. Nicht böse gemeint, sie ist ein echtes Goldstück, aber eben frech, witzig, schlagfertig und sehr selbstbewußt. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und sagt was ihr in den Kram paßt, so mein Eindruck. Auch sie ist eine sehr kreative Tänzerin, die neben ihren Gothic -Tänzen auch wunderschöne Jugendstil-Choreographien drauf hat. Einige dieser Kombinationen hat sie uns in Ihren Workshops beigebracht. Sie fertigt Kostüm-Accessoires selber an und verkauft diese auch. Nicht zu vergessen: Sie kann sehr schön zeichnen!

Hältst Du es für günstig sowohl für die Tanzszene in Deutschland als auch für Dich persönlich, dass wir innerhalb von zwei Monaten drei der bedeutendsten Künstlerinnen des Dark/Gothic Bellydance bei uns hatten, zumindest als WS-Lehrerin?

Klar! Das ist ein ordentlicher kreativer Schuß, wenn nicht gar eine massive dark injection, die die Bauchtanz und Tribal Szene in Deutschland durchaus bereichern kann, oder vielleicht bereits hat. Dadurch, dass Sashi und Tempest hier von Nicht-Goths beherbergt wurden (Gabriella, Nana und Asmahan) schwappte die dunkle Welle auch zu den „normalen“ Bauchtänzerinnen hinüber, denn alle waren interessiert und haben sich dadurch auch mal getraut, an so etwas teilzunehmen. Ich habe an dreien der vier WS teilgenommen und bei uns im Hannover war das Publikum sehr gemischt. Es waren gar nicht so viele Ur-Gothics dabei wie man meinen sollte. Und die Bewegungskombinationen, die wir dort gelernt haben, sind alle durchaus einsetzbar für künftige eigene Choreographien. Für mich waren jedenfalls viele neue Inspirationen dabei. Alle anderen, mit denen ich mich unterhalten habe, waren auch begeistert von den US Mädels.

Wird das, was Du in den WS gelernt hast, Deine weitere tänzerische Entwicklung beeinflussen? Was kann frau unbedingt aus diesen Kursen mitnehmen?

Selbstverständlich werden die erlernten Tanzelemente in meine weitere Entwicklung einfließen. Was mir gut gefallen hat ist die geheimnisvolle, unnahbare und etwas überheblich wirkende Bühnen-Präsenz beim Gothic Bellydance. Das ist nicht unbedingt etwas, das man erlernen kann. Aber wer diese dunkle Facette in sich trägt, muß sich trauen, die eigenen schwarzen Seelenanteile zu beleben und herauszulassen. Wie sehr es grade beim Gothic Tribal auf die eigene Ausstrahlung ankommt, und wie man das Publikum mit Blicken und Gesten gefangen nehmen kann, haben wir auf unterschiedliche Weise von allen drei Gothic Ikonen sehen können.

Wie war Dein Verhältnis zum Dark/Gothic vor den drei WS, und was hat sich daran seitdem geändert?

Ich habe mir über den Dark/Gothic Bellydance nicht viele Gedanken gemacht. Eines wußte ich: Es gefällt mir nicht, wenn dieser Tanzstil gespielt, statt mit Herz und Seele getanzt wird. So etwas hatte ich schon mehrfach gesehen, und ich mag so etwas nicht. Es nutzt auch nichts, so dunkel zu tun als ob man „Fledermäuse furzen“ könne (nicht mein Spruch, der ist von Tempest) Alles, was überzogen düster dargeboten wird, finde ich lächerlich.
Wenn ich ehrlich bin, kannte ich weder Sashi noch Tempest, und Ariellah war für mich auch nur ein Name unter vielen. Als es hieß, die kommen nach Hannover, habe ich mir bei Youtube Videos angesehen um zu wissen, wie die so sind, und was mich da evtl. erwartet. Das war sehr spannend, weil schon in den Videos zu erkennen war, daß jede einzelne eine andere dramatische Ader hat und diese auf der Bühne auslebt. Das hatte ich vorher noch nie gesehen und war schwer begeistert! Da habe ich mich sofort zu den Workshops angemeldet.

Welche sonstige Tanzausbildung hast Du genossen?

Nun ja, nichts Klassisches. Ich tanze überhaupt erst seit 2 ½ Jahren. Davor hatte ich andere Hobbies. Ich begann mit einem Bauchtanz-Grundkurs (ca. 1 ½ Jahre lang) und habe dann den Tribe „Perlatentia“ tanzen sehen. Dadurch habe ich Patricia und Wiebke kennengelernt, meine ersten Triballehrerinnen. Von da an ging es fleißig weiter mit WS bei Anya Naima, Ariellah, Sashi, Tempest, und Rachel Brice, und noch einigen mehr…

Würdest Du noch einmal einen WS von AST oder einer anderen Größe des Dark/Gothic besuchen?

Aber sicher! Immer gerne wieder!





GITTI

Du hast WS bei Ariellah, Sashi und Tempest (AST) besucht. Ohne die drei gegeneinander werten zu wollen, welche Erfahrungen hast Du dabei gemacht?

Viele Workshops (WS) sind darauf ausgelegt, neue Bewegungen oder Kombinationen oder sogar ganze Choreographien zu lehren. Natürlich soll das Neue auch gleich mit Ausdruck etc getanzt werden, was mir aber vor lauter „auswendig lernen“ nicht immer gelingt. Bisher habe ich aus derartigen WS eher weniger „mitgenommen“.
Ariellah: Wir haben eine kurze Kombi gelernt mit sogar hauptsächlich bekannten Bewegungen. Aber die Art sie zu tanzen, war für mich ganz neu. Bei ihr habe ich gelernt, mit mehr Kraft und Energie zu tanzen. Ariellahs WS hat mich auch insgesamt dahingehend inspiriert, bereits bekannte Bewegungen und Schritte neu zu betonen oder zu kombinieren. Dieser WS hat mir nachhaltig am meisten gebracht.
Tempest und Sashi: Wie Arriellah haben beide Tänzerinnen in den WS ihre ureigene Interpretation der Musik und auch ihren ganz persönlichen Tanzstil preisgegeben, was ich sehr anerkennenswert finde. Denn ich glaube, daß eine Tänzerin ihren einmal gefundenen Stil, der sie erfolgreich gemacht hat, gerne für sich bewahrt und sich im WS eher auf das Technische beschränkt. Jede der drei hat ihre eigene Art, sich tänzerisch auszudrücken, uns Teilnehmerinnen nahegebracht.
Natürlich ist nicht garantiert, dass man einen neuen Musik- und/oder Tanzstil oder Elemente davon für sich annehmen kann oder möchte, was für mich diesmal zumindest in mancher Hinsicht der Fall ist. Trotzdem habe ich bei allen drei Dozentinnen neue Bewegungen und neue Ideen sammeln können.
Und was den Spaßfaktor angeht, sind alle drei erstklassig. Sie verstehen es trotz mancher Sprachbarrieren (meinerseits) oder ein Paar linker Füße (aber nur manchmal meinerseits …) die Freude am Tanz zu erhalten.

Hältst Du es für günstig sowohl für die Tanzszene in Deutschland als auch für Dich persönlich, daß wir innerhalb von zwei Monaten drei der bedeutendsten Künstlerinnen des Dark/Gothic Bellydance bei uns hatten, zumindest als WS-Lehrerin?

Ja und nein. Was günstig für die Tanzszene in Deutschland ist oder nicht, kann ich nicht einschätzen. JA: Mir haben die zeitlichen Abstände gefallen, denn ich bin für jeden „neuen Input“ dankbar. Der nächste WS könnte gleich heute sein. NEIN: Ach ja, das liebe liebe Geld…
Was die Situation der Dozentinnen angeht: Tribal und die unzähligen daraus entstandenen Varianten (Fusion / Gothic / Tribaret etc) mit ihren unterschiedlichsten Einflüssen sind mega-in. Solange kann es gar nicht genug WS in diese Richtung geben.

Wird das, was Du in den WS gelernt hast, Deine weitere tänzerische Entwicklung beeinflussen?

Das läßt sich gar nicht vermeiden. Ich gehe zwar nicht aus jedem WS mit dem Gefühl nach Hause, was gelernt zu haben, leider. Aber diesmal habe ich sehr viel mitnehmen können.

Was kann frau unbedingt aus diesen Kursen mitnehmen?

Oh, das ist leicht: Freude am Tanz, Inspiration, Gemeinsamkeit, und natürlich neuen Input.

Wie war Dein Verhältnis zum Dark/Gothic vor den drei WS, und was hat sich daran seitdem geändert?

Nach wie vor versuche ich, Elemente aus dem Gothic-Style sozusagen „gruppentanzbar“ und improvisierbar zu machen. Für abwechselungsreiche und trotzdem improvisierte Tänze mit tollen Überraschungseffekten mit meinem Tribe.

Welche sonstige Tanzausbildung hast Du genossen?

Seit 6 Jahren lerne ich bei Asmahan El Zein orientalischen Tanz, tanze seit 3 Jahren ATS gepaart mit Tribal-Fusion und Gothic-Style bei und mit Clarissa, die mich auf den Tribal gebrcht hat hat, als Venter Arcana - und mit Jana und Marja als Filia Mystica. Und suche auf WS immer nach neuem Input.

Würdest Du noch einmal einen WS von AST oder einer anderen Größe des Dark/Gothic besuchen?

Sollte sich irgendwann noch einmal die Gelegenheit ergeben, noch einmal bei Ariellah zu lernen, werde ich mir das auf keinen Fall entgehen lassen. Ich bin immer interessiert an neuen Dozentinnen und neuen Erfahrungen.

 


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